Uwe van den Woldenberg Kaufmännische Unterstützung und Beratung für Kleinunternehmen & Existenzgründer
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Neue Grenzwerte ab 1.1.2008: Wie Sie sich jetzt vor der laestigen Bilanzierung retten

Mit dem „Zweiten Gesetz zum Abbau buerokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelstaendischen Wirtschaft (MEG II)" sind die Buchführungsgrenzen zum 1.1.2008 erneut angehoben worden. Der Vorteil fuer viele Selbststaendige und Gruender: Sie koennen bei der einfachen Einnahmen-Ueberschuss-Rechnung (EUeR) bleiben.
Hier das Wichtigste auf einen Blick:

Wenn Sie kein Freiberufler sind und bestimmte Umsatz- und Gewinngrenzen ueberschreiten, unterliegen Sie als Selbststaendiger der Bilanzierungspflicht. Das heisst:
Statt einer einfachen EUR (nach § 4 Abs. 3 EStG) muessen Sie eine aufwaendige Bilanz mit doppelter Buchfuehrung erstellen. Jeder Geschaeftsvorfall muss auf der Soll- und auf der Habenseite nach genauen Regeln gebucht werden. Das ist wesentlich aufwaendiger als die einfache EUeR, die Sie als Kleinunternehmer oder Freiberufler fuehren duerfen.
Wenn Sie kein Freiberufler sind, steht der Wechsel zur aufwaendigen Bilanzierung immer fuer das folgende Jahr an, wenn bestimmte Grenzen ueberschritten werden, die Sie in der folgenden Uebersicht finden. Die Umsatzgrenze wurde bereits zum 1.1.2007 angehoben. Ab 1.1.2008 gibt es nun auch eine neue Gewinngrenze.

Grenze alt: neu:
Umsatz pro Jahr   bis 350.000 €
(bis 31.12.2006)  
bis 500.000 €
(ab 01.01.2007)  
Gewinn pro Jahr   bis 30.000 €
(bis 31.12.2007)  
bis 50.000 €
(ab 01.01.2008)  

Grenze alt: neu: Umsatz pro Jahr bis 350.000 € bis 500.000 € (bis 31.12.2006) (ab 1.1.2007) Gewinn pro Jahr bis 30.000 € bis 50.000 € (bis 31.12.2007) (ab 1.1.2008)

Wichtig: Der Wechsel zur Bilanzierung steht bereits an, wenn nur eine der beiden Grenzen ueberschritten ist - es muessen nicht beide ueberschritten sein.

Ausnahme Freiberufler Wenn Sie als Freiberufler (Arzt, Anwalt, Kuenstler etc.) arbeiten, sind Sie grundsaetzlich nicht dazu verpflichtet, eine Bilanz zu erstellen. Sie koennen bei der EUeR bleiben, egal, wie viel Umsatz und Gewinn Sie machen.

Ausnahme Freiberufler Wenn Sie als Freiberufler (Arzt, Anwalt, Kuenstler etc.) arbeiten, sind Sie grundsaetzlich nicht dazu verpflichtet, eine Bilanz zu erstellen. Sie koennen bei der EUeR bleiben, egal, wie viel Umsatz und Gewinn Sie machen.

Wie der Wechsel ablaeuft
Sie muessen nicht von sich aus zur Bilanz wechseln. Das geschieht erst nach Aufforderung des Finanzamts. Wenn Sie zum Beispiel jetzt Ihre Steuererklaerung fuer 2006 abgeben, die erstmals einen Umsatz ueber 500.000 € aufweist, dann bekommen Sie vom Finanzamt die Mitteilung, dass Sie ab dem naechsten Jahreswechsel (1.1.2008) bilanzieren muessen.

Beispiele:
  • Sie geben jetzt Ihre Steuererklaerung 2006 ab und weisen 250.000 € Umsatz und 60.000 € Gewinn aus. Dann muessen Sie ab 1.1.2008 bilanzieren, wenn das Finanzamt Sie dazu auffordert.
  • Der Sonderfall: Sie geben jetzt Ihre Steuererklaerung 2006 ab, in der Sie mehr als 30.000 €, aber weniger als 50.000 € Gewinn ausweisen. Nach der alten Grenze, die noch bis 31.12.2007 gilt, muessten Sie in diesem Fall zur Bilanzierung wechseln. Die Finanzaemter sind jedoch angewiesen, Sie in diesem Fall nicht zur Bilanzierung aufzufordern (§ 10 Abs. 7 AO-Einfuehrungsgesetz).

Spenden und mehr: Mehr Steuervorteile fuer Spender und Ehrenamt ab 2007

Am 21.9.2007 hat der Bundesrat dem "Gesetz zur weiteren Staerkung des buergerschaftlichen Engagements" zugestimmt, das eher unter dem Namen "Hilfen fuer Helfer" bekannt sein duerfte. Die Bundesregierung will Spender und ehrenamtlich Taetige steuerlich staerker beguenstigen und damit das buergerschaftliche Engagement staerken. Es sollen Personen besser unterstuetzt werden, die mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft leisten.

Auch wenn das Gesetz erst am 15. Oktober im Bundesgesetzblatt veroeffentlicht wurde, so gelten die neuen Regelungen dennoch rueckwirkend ab 1.1.2007.

© 2008 Unternehmensberatung
Uwe van den Woldenberg